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ich habe einen 1-geschossigen Schuppen (vom Architekten geplant: alles Holztafelbau) Länge 20 m, Höhe 4 m, Breite 6m, Flachdach, Windzone 2. Aus Nutzungsgründen kann ich im gesamten Innenraum keine aussteifende Querwände einbauen.(Außer den beiden End-(Giebel)wänden.)
Ich benötige eine Einschätzung: Kann man die Dachscheibe über 20 m noch als Holztafelbau nachweisen (Beidseitig OSB) oder sollte man einen "echten Dachverband" als Fachwerk bauen.
Hallo und guten Tag, nach den Regelungen in der guten, alten Holzbaunorm gings noch ohne besonderen Nachweis. Was die neue tolle Norm dazu sagt ? ich bin bisher noch nicht durchgestiegen, leider.
Freundliche Grüße und Glückwunsch zum flotten Forum. galapeter97
nach der alten DIN 1052 hätte ich die Dachscheibe als Fachwerk gerechnet, mit Sparren als Pfosten und OSB Platten als Diagonalen mit einer bestimmten mitwirkenden Breite.
Nach der neuen Norm muß man beim Holztafelbau den Schubfluß (und selbstversändlich auch Druck und Zug in den Pfosten) nachweisen, habe ich bei einfachen Wänden schon gemacht, Dazu sehr zu empfehlen: SCHULZE, Holzbau, Teubner Verlag
Ich wollte aber mal hören, wie eine solch LANGE Dachscheibe im Holzbau eingeschätzt wird. Handelt man sich durch die "weichen Verbindungen" nicht zuviele Probleme ein ?
ich würde keine "LANGE Dachscheibe" ohne Verbände ausführen. Heute gib es sehr viele und gute Verbandsbauteile die kaum auffallen, wenn diese eingebaut werden. Rechnen ist ja heute kein Problem mehr, aber mit dem "halten" habe ich doch so meine Probleme. Deutlich wird das ja mit der HEIßBEMESSUNG von Betonstützen. Viele Berechnungs- möglichkeiten und noch mehr unterschiedliche Bewehrungsmöglichkeiten. Aber keiner kann sagen, was nun richtig(er) ist. Es sieht nun so aus, als wolle ich mich vor NEUERUNGEN verschließen. Dem ist nicht ganz so. Nur wenn ich sehe, eine Berechnung nach F&L oder nach mb oder sonstige Programme ergeben immer etwas anderes als Ergebnisse heraus, dann werde ich vorsichtig. Rechne dann lieber nach alter Rechenkunst und schätze für mich ab, ob ich damit leben kann. Mache diesen SPAß auch schon so ca.29 Jahre.
Nun ja, da ich ein wenig vom Thema abgekommen bin, ICH WÜRDE ZUSÄTZLICHE VERBÄNDE EINBAUEN.
Hallo nochmal, natürlich sehe ich in der Ausbildung eines Fachwerkes als Dachverband die bessere Lösung für das anstehende Problem, ganz klar, aber eine Spannweite von 20,0 m, ist sicher nicht sehr lang, denn nach der alten Norm waren diese Dinger noch bis 30 m Spannweite ohne rechnerischen Nachweis möglich und das war damals sicher besser begründet als die neue DIN 1052.
Helau und Alaaf aus dem unteren Westerwald galapeter97
es ist ja auch möglich auf (oder unter) der schalung windrispen stahlbänder kreuzweise aufzubringen - das ist nicht zu teuer aber definitiv ein gutes mittel!