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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 735 mal aufgerufen
 Allgemeines (Tragwerkplanung)
globby Offline



Beiträge: 2

02.08.2011 17:22
45 kg Dauerbelastung auf Kragplatte antworten

Hallo liebe Statiker,

ich bin im Juni zum 3.Mal überschwemmt worden und wappne mich nun für das 4.Mal...

Neben wirklich kräftigen Pumpen habe ich nun ein Notstromaggregat erworben für 2600W Dauerbetrieb. Es wiegt etwa 45 kg.

Der Plan ist, diesen Stromerzeuger IMMER auf den Balkon zu stellen, um im Notfall von oben die Pumpen unten damit zu versorgen.

Der Balkon besteht aus einer 18cm dicken verkleideten Betonkragplatte, die mit dem Rest des Hauses 1995 erbaut wurde. Sie erstreckt sich stützfrei über ca. 15 m Breite eines Dreispänners- wir sind das Reihenmittelhaus.
Sie ragt gleichmäßig etwa 1,4 m hinaus.

Frage: Würde der Balkon irgendwie Schaden nehmen, wenn da immer 45 kg (auf einer Fläche von 60x40 cm, wenn ich noch ein Brett drunterlege bzw. auf 2 Schienen des Gestells stehend, wenn ich das Teil einfach so hinstelle, natürlich nahe der Hauswand) an Belastung vorhanden sind?

Herzlichen Dank für Eure fachkundige Antwort, auch im Namen meiner Frau, die die "Mutter" dieser Bedenken ist...

Liebe Grüße
globby

Jürgen Offline



Beiträge: 43

02.08.2011 17:50
#2 RE: 45 kg Dauerbelastung auf Kragplatte antworten

Hallo globby,
dein Balkon muß 350 bis 400 kg Last/qm tragen können, das reicht für dein Agregat allemal.
Ein Mensch der 100 kg wiegt steht auch nur auf 2 Füßen.
Mach dir keine Sorgen !

Immer trockene Füße wünscht
... Jürgen !

globby Offline



Beiträge: 2

02.08.2011 19:00
#3 RE: 45 kg Dauerbelastung auf Kragplatte antworten

Lieber Jürgen,

vielen Dank für Deine Antwort!

Natürlich war uns aber schon klar, dass da auch 4 Erwachsene mit 400kg mal ein paar Tage verbringen können müssen.

Die Befürchtung meiner Frau geht dahin, dass nun 45kg 364 Tage im Jahr 24 Std. täglich darauf lasten werden.
Sie weist zu Recht darauf hin, dass diese Betonkragplatte -wie alles steinige- sowieso schon der Abtragung ausgesetzt ist.

Im Winter dringt beispielsweise Wasser in kleinste Ritzen, welche der strenge Frost dann ausweitet.
Wenn nun eine zusätzliche Kraft in Form der 45kg-Last wirkt, ist die Frage, ob z.B. diese Abnutzung stärker vonstatten geht,
so dass es dann z.B. nach vielen Jahren mal an die Substanz geht- sie will in diesem Sinn wissen, ob die Last dem Balkon irgendwie schadet.

Eine sofortige Einsturzgefahr befürchten wir aber natürlich nicht!

Ich denke, diese evtl. minimal stärkere Abnutzung ist in Kauf zu nehmen, zudem: alternative Abstellplätze für das Aggregat (soll in eine Kiste)
sind eigentlich nicht vorhanden. Das Hochwasser kommt -jederzeit (zuletzt 3 uhr nachts) - zu jeder Jahreszeit (Januar, August, alles schon dagewesen) - übrigens auch wenn wir nicht zu Hause sind....
Es ist dann unmöglich, als nicht mehr junger Mensch, 45 kg z.B. aus der Garage durch kniehohes Wasser zum Ort des Geschehens zu
transportieren, wo gepumpt werden muss. Die Garage steht dann übrigens auch unter Wasser!
Daher die Idee mit dem Balkon, genau über diesem Ort des Geschehens...aber nicht, wenn der durch die Aufbewahrung des Stromerzeugers (Betrieb ist wohl nur 5 Std. pro Jahr)dann in einigen Jahren größere Risse bekommen könnte...

Wenn Ihr also unverbindlich meint, dass er dies alles gut vertragen wird, dann freu ich mich! Ansonsten -wenn Ihr meint, der hält das keine 20 Jahre aus- muss ich über problembeladene Alternativ-Orte für das Strom-Monsterteil nachdenken...

Liebe Grüße
globby

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