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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 3.955 mal aufgerufen
 Allgemeines (Software)
resaub Offline



Beiträge: 2

04.12.2010 15:03
FEM-Programmtest Elemente antworten

Hallo an Alle,

hatte mir vor kurzem ein FEM-Programm zugelegt (LISA, kost fast nix) und stehe nun vor der Frage ob es einen, schon ausgeführten, Versuch gibt mit dem ich überprüfen kann ob meine Ergebnisse realitätsnah oder -fern sind.
Kennt Ihr einen Versuch bei dem ein etwas komplizierteres 3D- Modell mit einem zuvor geprüften Stahl hergestellt wurde und die Berechnungsergebnisse der FEM- Berechnung mit dem belasteten Modell überprüft wurden sind?

Welche FE- Elemente sollte man in welcher (Form-)Situation verwenden?
Ist es gut viele Elemente (hohe Netzdichte) zu verwenden oder besser wenige?
Kennt jemand, hier, das Programm, was haltet Ihr davon?

Vielen Dank für Eure Hilfe, schon mal im vorraus.

Viele Grüße
Rene

Pitt Offline




Beiträge: 60

05.12.2010 10:54
#2 RE: FEM-Programmtest Elemente antworten

Moin, moin,

Deine Fragestellung läßt vermuten, dass Du wahrscheinlich noch relativ wenig Erfahrung mit Finiten Elementen besitzt.

Du solltest zinächst mit einem einfachen Modell beginnen, bei dem die Ergebnisse von Hand nachgerechnet werden können. Schon die Nachrechnung eines einfachen Einfeld-Trägers kann die Problematik der Elementwahl und der Netzgeometrie zeigen, vgl. die Beispiele in http://www.amazon.de/FEM-Anwendungen-Pet...h/dp/3540414835

Um ein kompliziertes 3D-Modell nachzurechnen bedarf es einiger Erfahrung. Welches Element, welche Ansatzfunktion liefert ein relistisches Ergebnis? Ist geometrische und/oder physikalische Nichtlinerarität zu berücksichtigen? Welches Stoffgesetz kommt ggf. zur Anwendung? Wie können die Randbedingungen des Versuches im Berechnungsmodell umgesetzt/idealisiert werden?

Ich kenne das Programm nicht, aber einem Finiten Element ist es egal, von welchem Programm es eingesetzt wird, richtiges Programmieren vorausgesetzt.

Wobei klar sein sollte, dass teure Programme mehr Möglichkeiten hinsichtlich der Berechnungsmethoden und der Funktionalität des pre- unde postprocessing bieten.

Gruß Pitt


Mit diesem Beitrag wurden folgende Inhalte verknüpft
resaub Offline



Beiträge: 2

09.12.2010 17:55
#3 RE: FEM-Programmtest Elemente antworten

Hallo Pitt,

danke für Deinen Buchtipp!
Habs gerade bekommen und schmökere mal rein.

Grüße
Rene

Jürgen Offline



Beiträge: 43

10.12.2010 16:58
#4 RE: FEM-Programmtest Elemente antworten

Hallo Resaub,

wenn du effektiv "Bau-Probleme" (Beton, Holz, Stahl) lösen möchtest würde ich nicht mit so einem Alles-Könn-Kost aber nichts Monsterprogramm anfangen.
Diese sind meistens auf den Maschinen-Bau ausgelegt und können bestenfalls Stahl oder Holz bemessen und vor allem keine Norm-gerechten Lastkombinationen.
Beton können die meistens gar nicht.

Gerade Stahl oder Holz wird im Bauwesen meistens als "Stab" verbaut, hier reicht ein 3D FEM Stabwerk allemale.

Ein Top 3D FEM Programm für den Bausektor (z.B DLUBAL Rfem, Infograph, SCIA, etc.) kostet mit allem PiPaPo locker 10.000 EUR.

Es gibt aber auch als 3D günstigere Alternativen, die können dann etwas weniger. (Z.B. PCAE oder DIE CAD Faltwerk oder MB-MicroFe ohne Schalen und Volumen-Elemente)
alle ca. 3000-4000 EUR) Auch AXIS-VM (ab 2500 EUR) ist ein graphisch sehr schönes Programm mit allen Baustoffen, allerdings nach deutschen Maßstäben nicht ganz so praxisgerecht.

Als Allround-Statik-Einsteiger reicht aber ein Plattenprogramm (Beton)(z.B. FRILO-Platte oder MB Plato oder PCAE-Platte alle ca. 1500 EUR) und ein allgemeines Stabwerk.
(z.B. Dlubal R-Stab ca. 4000 EUR oder MB ca. 2500 EUR oder PCAE Stabwerk ca. 1000 EUR)

Das Beste Preis Leistungs Verhältnis haben m.E. die PCAE Programme , der absolute Preisknüller ist aber "Harzerstatik", da gibt es für ca. 500 EUR zum (relativ einfachen) Plattenprogramm noch 50 weitere z.T. richtig gute Bauprogramme (u.a. 2D Stabwerk) hinzu.

Alles subjektiv !

Jürgen

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