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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 1.274 mal aufgerufen
 Allgemeines (Tragwerkplanung)
fabi Offline



Beiträge: 3

07.07.2010 10:35
Studentin braucht Hilfe antworten

Hallo zusammen. Ich hoffe mal dass hier auch als Student Hilfe bekommt, wen meine Fragen langweilen, einfach weiterklicken.
Bin grad kurz vor der Prüfung 1.Semester und finde auf ein paar Fragen keine knappe gescheite Antwort:

1. Warum sind Normalkraft-beanspruchte Tragelemente (Pfosten) leistungsfähiger als biegebeanspruchte Träger?

2. Bei einem Flachdach mit Holzbalkendecke erfolgte die Dimensionierung der Balken für eine gleichmäßig verteilte 5 cm hohe Kiesschicht. Ist eine Umlagerung der gesamten Kiesschicht auf ein Drittel der Dachfläche problemlos möglich? (einmal im mittleren Drittel, einmal im äußeren Drittel) ->Begründung.

2.a) Welche weiteren Lasten sind für die Bemessung der Deckenbalken über den Kies hinaus zusätzlich maßgeblich? Wie beurteilen sie die Umschichtung des Kieses unter Berücksichtigung aller anzusetzenden Lasten?

Ich denke der ein oder andere wird schmunzeln, aber das hilft mir halt auch nicht weiter

danke schonmal wenn mir jemand helfen kann

Pitt Offline




Beiträge: 60

08.07.2010 09:39
#2 RE: Studentin braucht Hilfe antworten

Moin,

wie lauten denn Deine weniger knappen und weniger gescheiten Antworten dazu? Vielleicht kann man daran etwas optimieren?

fabi Offline



Beiträge: 3

08.07.2010 09:55
#3 RE: Studentin braucht Hilfe antworten

zu 1) dass sich das Widerstandsmoment mit w=1/6 bxh2 berechnet und bei einem Pfosten der Wert h um ein Vielfaches höher ist als bei einem Bauteil mit liegendem Querschnitt...

zu 2) kein plan...

Bernd Offline



Beiträge: 37

08.07.2010 10:29
#4 RE: Studentin braucht Hilfe antworten

zu 1) Ich würde mal einen Vorschlag in Richtung Normalkraft auf Querschnitt und dadurch größere Druckzone machen.

zu 2a) Schau mal im Winter auf die Dächer ;)

fabi Offline



Beiträge: 3

08.07.2010 10:51
#5 RE: Studentin braucht Hilfe antworten

klar, Schneelast, aber das ist ja in Aufgabe 2.a) gefragt. Was noch alles für die Bemessung maßgebend ist ist mir schon klar, nur ob es ohne Berücksichtigung aller anzusetzenden Lasten problemlos machbar ist frag ich mich... sicherheitsfaktor? bei dreifacher höhe der Kiesschicht im mittlerern Drittel?

Jürgen Offline



Beiträge: 43

08.07.2010 12:23
#6 RE: Studentin braucht Hilfe antworten

Weitere "Anregung":

zu 2) Der maßgebende Wert im Balken ist die Spannung sigma
sigma = (Biege) Moment / Widerstandmoment
Das Widerstandmoment vom Balken ist bekannt und fest.

Errechne doch nun mal das Biegemoment für die unterschiedlichen Lastfälle !
LF 1 (Kieslast gleichmäßig) M1 = q x l² /8
LF 2 (Kieslast gesamt im mittleren Drittel) M2 = ?
LF 3 (Kieslast gesamt im äußeren Drittel)M3 = ?

Die Formeln findest du im WENDEHORST oder SCHNEIDER (Baustatik)

Und welches Biegemoment ist am größten, welches am kleinsten ?

Wenn du die Formeln (nach Variablen) nicht vergleichen willst, setze doch einfach mal Zahlen ein, damit du ein Gefühl dafür bekommst !

Viel Erfolg

F.Müller Offline



Beiträge: 37

08.07.2010 13:16
#7 RE: Studentin braucht Hilfe antworten

Hallo zusammen,

Ergänzung zu 2.a): Generell kann man sagen, dass ständige und veränderliche Lasten anzusetzen sind; letztere nur, wenn sie ungünstig wirken. Überlagerungen und Sicherheitsbeiwerte siehe DIN 1055-100 (Schneider / Wendehorst).

Beispiele für ständige Lasten:
-Eigengewicht (des Balkens)
-Eigengewicht der (darüber liegenden) Konstruktion, Dachaufbau, Dämmung, Abdichtungen, Fehlboden
-evtl. Abhängelasten unterhalb der Decke, z. B. aus Ausbau oder Installation, sofern bekannt

Beispiele für veränderlich Lasten:
-Verkehrslast nach Vorgabe bzw. Norm, auch Reparatur- oder Mannlast
-evtl. Abhängelasten unterhalb der Decke, z. B. aus Ausbau oder Installation, sofern bekannt
-Schneelast
-Windlast (Sog oder Druck)
-ggf. Wasserstau auf dem Dach (außergewöhnlich)
-ggf. Aussteifungs- oder Verbandslasten, Stabilisierungslasten, die dem Balken zugwiesen werden

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