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Anbei ein Glasvordach eines bekannten deutschen Herstellers mit Statik, Zulassung und allem "Schnick-Schnack". Man kann deutlich erkennen, daß sich das Glas verformt. Das sieht natürlich an diesem sehr grafischen Gebäude sehr unschön aus. Dieses Bild sollte alle, die Glasstatik betreiben, warnen ! Bitte nicht die Durchbiegung unterschätzen !
schönes Photo, ich werde es in meine Sammlung aufnehmen und bei gelegentlichen Vorträgen zeigen, falls Du nichts dagegen hast.
Ich habe festgestellt, dass die Bedeutung einer Zulassung und die daraus resultierenden Anforderungen häufig von den ausführenden Firmen gar nicht erkannt werden. Da wird einfach ein Vordach ohne weitere Nachweise gebaut, "weil es ja eine Zulassung hat". Das gilt im übrigen auch für andere Zulassungen im Fassadenbau und zum Teil auch für Ingenieurkollegen, leider.
Von den tiefgreifenden Kenntnissen bezüglich Fassaden- und Glasbau bei einigen Prüfingenieuren mal ganz zu schweigen.
angenommen die Spannweite ist ca. 2,5m. Nach TRLV ist für eine Überkopfverglasung eine Durchbiegung von L/100 zulässig. Also ca. 25mm. Es scheint diese Grenze schon fast erreicht zu haben! Dazu kommt natürlich Schnee und Wind.
Ich glaube allerdings nicht dass dieses Vordach nach einer Zulassung erstellt ist. Viele Metallbauer haben keine Kenntnisse über Statik und neigen dazu alles passend (zum Preis) zu machen. Man hört immer wieder: "wir machen das immer so", "das ist bombenfest" oder "was wird's schon passieren". Einen Statiker wird nicht gefragt, den DER kostet nur Geld . Höchstens wird auf einer telefonischen (und kostenlosen) Beratung zurückgegriffen. Oder hier in den Foren (Bs: was trägt ein Rohr 80x80x...?).
Beim Thema Glas: Vor 10 Jahre gab's nicht so viele Spezialisten in Glasstatik. Heute ist (fast) jeder Metallbauer ein Experte auf dem Gebiet. Sogar die Glaslieferanten haben noch Wissenslücken, wenn's um spezielle Anwendungsgebiete geht.
Zum Thema Zulassung hier einen Beispiel von der Vereinigung der Prüfingenieure in Baden-Württemberg: