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ich habe folgenden Fall: Holzständerbau (unbeheizt) 20 x 4,50 m, eigeschossig mit flachem Pultdach, in Längsrichtung 2 Querwände im Abstand von je 6,50m. Als Dacheindeckung soll Stahltrapezblech auf einer tragenden UND aussteifenden Kerto-Q Plattenlage (vorauss. 51mm stark) zur Ausführung kommen. In Längsrichtung ist noch in Gebäudemitte (2,25m) durchlaufend eine Mittelpfette vorgesehen.
Die Kerto-Dachplatte (ZFT mit je 2,25m und 70cm Dachüberstand) lässt sich ja noch relativ einfach als Durchlaufträger bemessen. Aber wie sieht es mit der Bemessung als Dachscheibe aus? Habe einen solchen Nachweis bisher noch nicht erstellt und in meinem Fall sind auch keine (in der DIN 1052 erwähnten) Rippen, ausser den Randrippen (=oberer Rähm der Aussen- und Innenwände) vorhanden?! Kann mir da jemand den ein oder anderen Tipp geben?!
genau, die Platten-Längsstöße wollte ich mit verleimter 'Fremdfeder' oder mit verschraubten Plattenstreifen schubfest ausbilden. Das Trapezblech (35/207) wird auf Lattung/Konterlattung verlegt, deshalb möchte ich es nicht als schubfeld heranziehen.
Mein Problem ist jedoch, dass ich eine solche Dachscheibe bisher noch nie nachgewiesen habe. Dass ich den Winddruck/-sog z.b. auf die Längsseite (für die halbe Wandhöhe) auf jeweils einen "liegenden" 6,50 EFT ansetzten muss, ist mir schon klar. Wie aber läuft dann der Nachweis der Scheibe ab? Aus der DIN werde ich da wie gesagt nicht schlau...
"Aus der DIN werde ich da wie gesagt nicht schlau..." dafür ist die DIN auch nicht da .. das war früher mal ;)
die idee mit der fremdfeder ist doch schon nicht schlecht ;) entweder kerto ausfräsen oder fremdfeder über die stösse drüberschiessen (beste leistungsfähigkeit + verbreitung haben klammern), der stoss (schubfuge) wird für Q bemessen, M wird druck-zuggurten (gleiche klammern wie in den kertofugen) zugewiesen.
m.E. kannst du das nicht mit den "neuen" Holzrahmen-Richtlinien der DIN erschlagen, sondern mußt die schubfeste Verbindung mit "Trivialstatik" (Moment/Hebelarm der inneren Kräfte usw.) und "ingenieurmäßigen Denken" erschlagen und dann die (maßgebenden) Verbindungsmittel nachweisen.
Ich bin kein Freund von schubfestem Trapezblech, könnte mir aber vorstellen, daß dieses sogar über die Konterlattung möglich ist.(Bei entsprechender Latten- und Verbindungsanzahl)
Insgesamt wird das Problem sein, daß du (wahrscheinlich) unterseitig in der Kerto-Platte keine Schrauben sehen willst, daher ist die Einschraubtiefe (< 51 mm) relativ klein und Bolzen oder Gewindeschrauben sind nichtmöglich. Außerdem hast du immer nur eine einschnittige Verbindung.
Evtl. kann man die KERTO-Platten auch mit Blech (direkt auf der Platte) verbinden. (wg. Aufbauhöhe).